Vorschläge

Folgende Vorschläge erhöhen Ihre Lebensqualität und die von anderen Menschen, sie stärken Ihre psychischen Widerstandskräfte (Ressourcen) und unterstützen Sie dabei, Krisen und Belastungen zu meistern.
 
1. Bedürfnisse, Gefühle und Verhalten beachten
2. Verhalten beobachten und ggf. daraus lernen
3. Soziales Netzwerk pflegen
4. Beziehungen eingehen
5. Selbstabwertungen vermeiden
 
6. Verantwortung übernehmen
7. Stärken leben
8. Emotionen steuern
9. Vergangene Fehler akzeptieren und anders handeln
10. Bedürfnisse und Gefühle verstehen und verzeihen
 
11. Positive Seiten sehen
12. Anderen bei Sorgen zuhören
13. Professionelle Unterstützung suchen
14. Einflüsse von anderen beachten
15. Lebensziele erreichen
 
16. Entspannen und aktiv sein
17. Sich als aktiven Menschen sehen und Mut haben
18. Eigene Bedürfnisse und Gefühle mit anderen leben
19. Erkennen von Bedürfnissen und Ausdruck von Gefühlen lernen
20. Optimistisch sein, glauben und hoffen
 
21. Mit kleine Schritten und Teilzielen beginnen
22. Hinweise in Handeln umsetzen
 
 
1. Bedürfnisse, Gefühle und Verhalten beachten
Suchen Sie nach den Bedürfnissen für Ihr Verhalten, das Sie ändern möchten. Glauben Sie nicht, dass ein Persönlichkeitsmerkmal dafür verantwortlich ist. Achten Sie auf Ihre Gefühle. Und suchen Sie bei Bedarf nach alternativen Handlungen, die ebenfalls Ihr Bedürfnis erfüllen. Ein Verhalten aufzugeben ist schwer. Besser Sie ersetzen es durch ein Verhalten, dass Ihnen und anderen besser hilft, Ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Suchen Sie nach den Situationen und Ihrem Verhalten in Ihrer Vergangenheit, wo Sie sich gut gefühlt haben und wo Sie Ihre gewünschten Ziele erreicht haben. Strengen Sie sich an, dieses Verhalten häufiger auszuführen. Und feiern Sie kleine Erfolge auf diesem Weg.
 
2. Verhalten beobachten und ggf. daraus lernen
Vergleichen Sie Ihr Denken, Fühlen und Handeln mit anderen Personen in vergleichbaren Situationen. Somit können Sie die Angemessenheit Ihrer Reaktion einschätzen. Dass heißt jedoch nicht, das Sie immer das tun, was andere tun. Beobachten und lernen Sie durch Übung das Verhalten, das Ihnen gut tut.
 
3. Soziales Netzwerk pflegen
Teilen Sie Ihre Gefühle, Freude wie Traurigkeit, mit engen Freunden. Tun Sie etwas dafür, ein Netzwerk sozialer Beziehungen aufzubauen, aufrechtzuerhalten und zu erweitern! Und fördern Sie Ihre persönliche Begegnung und direkte Kommunikation mit anderen Menschen. Rufen Sie an oder besser noch treffen Sie sich mit anderen. Verzichten Sie auf SMS und E-Mail, sofern es geht. Bedenken Sie: Viele und wichtige Informationen werden erst in einer Vertrauen aufbauenden persönlichen Beziehung ausgetauscht, wo alle Sinneswahrnehmungen beteiligt sind. Ferner erhöht sich durch eine verkürzte und schriftliche Mitteilung die Gefahr, für Missverständnisse und kann zu Interpretationen des Inhalts seitens des Empfängers führen, die der Sender so nicht beabsichtigt hat. In einem persönlichen Gespräch können Missverständnisse schnell und einfach durch Rück- und Verständnisfragen ausgeräumt werden.
 
4. Beziehungen eingehen
Gehen Sie das Risiko ein, andere wissen zu lassen, dass Sie gerne mit ihnen befreundet sein möchten oder an einer intimen Beziehung interessiert sind. Lassen Sie sich nicht von Zurückweisungen abschrecken. Versuchen Sie es mit anderen Personen wieder, wenn Sie wieder dazu in der Lage sind. Bedenken Sie: Es gibt nicht nur eine einzige Person auf der Welt, die zu Ihnen passt, sondern eine ganze Reihe von Menschen (also nicht: Topf und passender Deckel!). Und: Wenn Sie ein Model mit Herz und Hirn oder einen Traumprinzen suchen, werden Sie enttäuscht. Wer die höchsten Erwartungen und Ansprüche (nicht nur in Bezug auf Beziehungen) hat, wird scheitern und enttäuscht werden. Mehr Bescheidenheit und Demut helfen. Machen Sie sich klar, was Ihnen wirklich wichtig ist und beschränken sich auf wenige (z.B. drei) Merkmale. Wenn Sie an Menschen immer etwas auszusetzen haben, immer neue Beziehungen eingehen und abbrechen, werden Sie niemals das finden, was Sie suchen. Und gleichzeitig vermeiden Sie es, sich in einer Beziehung mit anderen weiterzuentwickeln, neues zu lernen und neue Erfahrungen zu machen. Weniger ist häufiger mehr (und nicht nur hier).
 
5. Selbstabwertungen vermeiden
Werten Sie sich selbst nicht mit Wörter wie dumm, hässlich oder langweilig ab. Wenn Sie ein Unbehagen spüren, suchen Sie nach den unerfüllten Bedürfnissen und nach Dingen, die Sie ändern können. Damit Sie beim nächsten Mal das bekommen, was Sie wollen.
 
6. Verantwortung übernehmen
Übernehmen Sie die ganze Verantwortung für Ihren Erfolg und Ihr Wohlergehen. Und teilen Sie Ihre guten (und auch schlechten) Gefühle mit anderen Menschen. Lachen und Lächeln Sie jeden Tag. Auch der bewusste Ausdruck im Gesicht kann Ihre Gefühlslage beeinflussen, wie Studien zeigen. Möchten Sie nicht auch häufiger in fröhliche Gesichter sehen? Fangen Sie an und die meisten anderen Menschen werden positiv darauf reagieren.
 
7. Stärken leben
Behalten Sie im Kopf, was Sie zu einer einzigartigen Person macht. Alle Merkmale, die es Ihnen ermöglicht, andere zu beschenken. Zurückhaltende Personen sind beispielsweise gute und aufmerksame Zuhörer. Aktive Personen spornen andere an. Nur durch eine solche Unterschiedlichkeit und Vielfalt können Menschen gemeinsam mit anderen herausragende Aufgaben lösen. Die größten menschlichen Leistungen entstehen nur durch Kooperation vieler Menschen: Der Flug zum Mond, der Bau eines großen Schiffes, die globale Verständigung und der gegenseitige Austausch durch das Internet trotz sehr unterschiedlicher Sprachen und Kulturen.
 
8. Emotionen steuern
Wenn Sie von Ihren Emotionen (Freude, Trauer, Wut, etc.) überwältigt werden und die Kontrolle verlieren, distanzieren Sie sich von der Situation: (a) Körperlich, (b) Sprechen Sie mit einer mitfühlenden Person, (c) Stellen Sie sich vor, wie Sie in Zukunft auf das "unüberwindliche" Hindernisse zurückblicken, (d) Nehmen Sie im Rollenspiel die Position einer anderen beteiligten Person ein.
 
9. Vergangene Fehler akzeptieren und anders handeln
Grübeln Sie nicht über vergangenen Missgeschicke und Fehlschläge, fühlen Sie keine Schuld und Scham, denken Sie nicht zu viel über Ursachen nach, die in der Vergangenheit liegen. Die Vergangenheit ist vorbei und existiert nur in Ihrem Gedächtnis. Erinnerungen an negative Ereignisse halten diese im Gedächtnis lebendig. Nichts was Sie getan oder gesagt haben, ist neu unter der Sonne. Alle Dinge die Sie getan oder nicht getan haben, haben ein Bedürfnis erfüllt, das Sie damals hatten. Dabei wurden andere Bedürfnisse, die Sie heute betrauern, vielleicht nicht erfüllt. Dies zu erkennen, kann helfen, die Vergangenheit in einem neuen Licht zu sehen. Handeln Sie heute anders, damit viele Ihrer Bedürfnisse sich erfüllen.
 
10. Bedürfnisse und Gefühle verstehen und verzeihen
Suchen Sie nicht die Schuld für Fehler bei anderen. Menschen handeln in einer bestimmten Situation immer aus bestimmten Bedürfnissen. Schreiben Sie diesem Verhalten nicht irgendwelche Persönlichkeitsmerkmale (er ist böse, sie ist gemein, etc.) zu, sondern versuchen Sie zu verstehen, welche situativen Gründe für das Verhalten von anderen verantwortlich sind oder waren. Auch wenn andere Menschen Sie schwer verletzt haben, versuchen Sie, nachdem Sie Ihre Gefühle wie Wut, Ärger oder Trauer ausgedrückt haben (dazu haben Sie ein Recht!), zu vergeben. Rache und Hass binden Ihre Energie und verschlechtern Ihre Gesundheit. Fragen Sie sich, ob Sie selbst nie Fehler machen und ob Sie dann möchten, dass andere Sie verurteilen. Suchen Sie sich eine Person, die Ihnen zuhört, die Sie und Ihr Verhalten wertfrei akzeptiert und die echtes Mitgefühl (Empathie) zeigt. Meiden Sie Personen, die nicht zuhören und Ratschläge erteilen, ohne Ihre Situation und Ihre Gefühle richtig zu verstehen. Wenn es möglich ist, suchen Sie - ggf. mit Unterstützung eines Begleiters - ein klärendes Gespräch mit der Person, mit der Sie einen Konflikt haben. Hilfreich ist hier ein Vorgehen, das von Marshall Rosenberg entwickelt wurde: Die Gewaltfreie Kommunikation (siehe Literaturliste sowie DVDs).
 
11. Positive Seiten sehen
Erinnern Sie sich, dass Fehlschläge und Enttäuschungen zum Leben gehören und meist auch positive Aspekte haben. Sie teilen Ihnen beispielsweise mit, dass Sie Ihre Zielvorstellungen verändern können und Ihnen noch größeren Schaden ersparen. Trauern Sie und lernen Sie aus Fehlern. Geben Sie zu: "Ich habe einen Fehler gemacht" und ziehen Sie weiter. Trennen Sie sich von Gegenständen, die Sie an negative Ereignisse erinnern. Holen Sie die Gegenstände hervor, die Sie täglich an positive Dinge Ihres Lebens erinnern. So werden Sie motiviert, Ihr Verhalten so zu verändern, dass ähnliche positive Ereignisse sich in der Gegenwart und Zukunft wiederholen.
 
12. Anderen bei Sorgen zuhören
Wenn Sie den Eindruck haben, jemand anderes habe Schwierigkeiten, fragen Sie einfühlsam und behutsam nach, ob es tatsächlich Probleme gibt und ob Sie helfen können. Oft ist es für andere bei Sorgen bereits sehr hilfreich, einfach aufmerksam zuzuhören, ohne Ratschläge zu erteilen und das Verhalten oder die Person zu bewerten. Grenzen Sie andere nicht aus. Achten Sie jedoch auch auf Ihr eigenes Bedürfnis, nach Sicherheit und dem Schutz Ihrer psychischen Gesundheit. Sagen Sie dies gegebenenfalls der Person mit diesen Gründen, dass Sie nicht oder nicht mehr zuhören oder die Beziehung fortführen können.
 
13. Professionelle Unterstützung suchen
Wenn Sie feststellen, dass Sie sich selbst oder eine andere Person in einer Notlage nicht helfen können, wenden Sie sich an einen ausgebildeten Experten. Für jeden Menschen ist es hilfreich, ein Problem offen zu besprechen. Fassen Sie den Mut, dies zu tun. Wenn Sie den Rat eines Experten in rechtlichen oder medizinischen Fragen suchen, ist es vernünftig, dies auch bei psychologischen Fragen zu tun. Achten Sie dabei auf eine fundierte Ausbildung in Psychologie (Studium, Fortbildungen) sowie eine klienten-zentrierte, offene und akzeptierende Haltung des Beraters. Wenn Sie sich nicht wohlfühlen, sagen Sie dies der Person.
 
14. Einflüsse von anderen beachten
Viele psychologische Fragestellungen entstehen nicht allein durch individuelles Denken, Fühlen und Handeln. Häufig beeinflussen die Situation und andere Menschen in dem System wie Familie, Schule oder Organisation, in dem Sie sich befinden oder prägende Erfahrungen gemacht haben, Ihr Erleben und Verhalten. Bestimmte, auch von außen ungewöhnliche, Verhaltensweisen können in dem jeweiligen System sinnvoll für die Anpassung der Person sein. Besonders schädlich für eine Beziehung und für das Wohlbefinden von Personen ist eine doppeldeutige Kommunikation, in der beispielsweise der non-verbale Ausdruck wie eine abweisende Haltung nicht mit der verbalen Aussage "Ich mag Dich" übereinstimmt. Ist eine Person von einer anderen abhängig (ein Kind, ein Schüler, ein Mitarbeiter), führt eine solche so genannte "Doppelbindung", zu ängstlichem und unsicherem Verhalten und trägt zur Entwicklung von Verhaltensstörungen bei. Wer, egal was er oder sie tut, lernt, dass er oder sie nichts "richtig" (exakter: anderen! recht) machen kann, wird ein hilfloses Verhalten und starre Reaktionsmuster entwickeln und körperlich krank. Wenn mächtigere Personen in dieser Beziehung wie Mütter, Väter, Lehrer oder Vorgesetzte, eine solche doppeldeutige Kommunikation zeigen, so tun Sie dies meist nicht bewusst. Auch sie haben in ihrem Leben solche störenden Verhaltensmuster erlernt und wissen häufig nicht, sich anders zu verhalten. Hinzu kommen ungeschriebene Regeln, soziale Normen und Gesetze von anderen (Nachbarn, Freunden, Organisationsmitgliedern, Gesellschaftsystem). Daher setzt hier eine Veränderung auch am System und den darin beteiligten Personen an (Familie, Schule, Organisation).
 
15. Lebensziele erreichen
Entwickeln Sie langfristige Ziele für Ihr Leben. Denken Sie darüber nach, was Sie in fünf, zehn, oder zwanzig Jahren machen möchten (oder noch weiter: Wie Sie auf Ihr Leben zurückblicken möchten, wer Sie betrauert und in wessen Herzen Sie weiterleben werden). Und welche Möglichkeiten es gibt, Ihre Ziele mit welchen Personen zu erreichen. Genießen Sie den Prozess dorthin: Der Weg ist das Ziel. Irgendwann kommen Sie an und fühlen sich gut.
 
16. Entspannen und aktiv sein
Nehmen Sie sich Zeit für Entspannung, für Aktivitäten die Sie gerne tun (Meditation, Tanzen, Singen, Sport, Lesen, etc.). Konzentrieren Sie sich jeweils auf eine Sache im Hier und Jetzt, die Sie mit der Ganzheitlichkeit Ihrer Person tun. Schalten Sie störende Einflüsse (Gedanken, Umweltgeräusche) aus, die Sie dabei beeinträchtigen. Vermeiden Sie also mehrerer Tätigkeiten zur gleichen Zeit! Wechseln Sie zwischen Aktivitäten, die Sie alleine ausführen und denen, die Sie mit anderen Menschen zusammen tun.
 
17. Sich als aktiven Menschen sehen und Mut haben
Denken Sie von sich als einer aktiv handelnden Person, die Ihr Leben verändern kann. Dazu bedarf es häufig Mut und der Überwindung Ihrer Angst und der eigenen Trägheit. Was kann jedoch im schlimmsten Fall geschehen? Meist sind die Ängste überzogen und gesteigert durch ein Vermeidungsverhalten. Eine Veränderung verunsichert am Anfang jeden Menschen, jedoch bringt Sie meistens Gutes und löst ein Problem, das Sie vielleicht belastet. Die Erfahrung, etwas Neues zu lernen, etwas Neues zu können, stärkt Ihr Selbstwertgefühl und Ihre Selbstwirksamkeit. Wenn Sie dies mit anderen Personen in einer ähnlichen Lage tun, desto besser. Dann erleben Sie Freude und stärken gleichzeitig Ihre soziale Ressourcen.
 
18. Eigene Bedürfnisse und Gefühle zusammen mit anderen leben
Lassen Sie sich nicht von anderen Menschen an einer Veränderung Ihres Verhaltens hindern, die Ihre Gefühlslage verbessert. Sie sind zuerst einmal nur verantwortlich für Ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle. Klären Sie Ihre Bedürfnisse und Gefühle. Bitten Sie andere Menschen, Ihre Bedürfnisse und Gefühle zu klären. Finden Sie gemeinsam Lösungen, die die Bedürfnisse aller Beteiligten erfüllen. Bedenken Sie jedoch auch, nicht leichtfertig kurzfristige Glücksmomente auf Kosten anderer zu genießen und damit Ihre Beziehung zu anderen Menschen zu gefährden.
 
19. Erkennen von Bedürfnissen und Ausdruck von Gefühlen lernen
Wenn Sie Ihre Beziehungen verbessern wollen, kann es sinnvoll sein, dies zu lernen. Die meisten Menschen lernen nicht, Ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen, Gefühle offen und angemessen auszudrücken und sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Gründe sind tief verwurzelte Überzeugungen sowie das fehlende Wissen und die fehlende Praxis, sei es durch die Erziehung in einem bestimmten Umfeld, fehlende Angebote und Möglichkeiten in der Schule oder durch eine insgesamt geringere persönliche Kommunikation heute. Daher ist die Umsetzung dieser Hinweise hier nicht einfach, sondern ein längerer Prozess mit  häufigen Übungen. Wenn Sie hier zu schnell vorgehen, kann es sein,  dass Ihr Kommunikationspartner abblockt und nicht darüber reden möchte. Seine Bedürfnisse zu erkennen und seine Gefühle zu äußern, wenn dies nicht gelernt oder sogar bestraft wurde, führt zu Ängsten bei der Person. Eine Veränderung kann hier nur schrittweise in einer entspannten und wertfreien Atmosphäre mit Unterstützung und / oder Beobachtung anderer Menschen, die ein solches Verhalten zeigen, stattfinden. Genauso übrigens, wie Sie die Verhaltensweisen, die Sie ändern möchten, durch häufige Beobachtungen und Wiederholungen gelernt haben. Das Verlernen gelingt jedoch meist nach einer absehbaren Zahl von Wiederholungen und wird dann zur Routine und in Ihre Verhaltensmöglichkeiten integriert. Auch auf der neuronalen Ebene, also im Gehirn, verändert sich etwas. Wichtig ist, um es noch einmal zu betonen, beim Erlernen neuer Verhaltensweisen eine entspannte Atmosphäre, in der neue Gedanken, Gefühle und Handlungen leicht aufgenommen werden.
 
20. Optimistisch sein, glauben und hoffen
So lange es Leben gibt, gibt es die Hoffnung auf ein besseres Leben. Indem wir gemeinsam und solidarisch handeln, können wir unsere Lebensqualität und unsere Lebensbedingungen verbessern. Helfen Sie dabei, indem Sie eine Gruppe oder eine Organisation mit diesen Zielen besser aktiv als passiv unterstützen oder sich in Ihrer Gemeinde beteiligen.
 
21. Mit kleinen Schritten und Teilzielen beginnen
Bei all diesen Hinweisen sollten Sie sich jedoch nicht zu viel vornehmen. Beginnen Sie mit einer Sache, die Ihnen am wichtigsten ist, und setzen Sie sich kleine Ziele. Belohnen Sie sich, wenn Sie erfolgreich sind. Suche Sie Unterstützung und Rückmeldung, auch über kleine Verhaltensveränderungen, bei anderen. Seien Sie also nicht zu streng mit sich und wenn es nicht klappt oder Sie keine Lust haben, zwingen Sie sich nicht zu irgendetwas. Es kommt darauf an, dass Sie den richtigen Weg beschreiten, mögliche Abweichungen von Zeit zu Zeit korrigieren und die Strecke Ihres Lebens in Ihrem individuellen Tempo gehen (das Sie jedoch auch variieren können, mal schneller, mal langsamer, mal eine Pause, etc.). Am besten tun Sie dies natürlich mit Menschen mit einem ähnlichen Weg, einer ähnlichen Geschwindigkeit und ähnlichen Zielen.
 
22. Hinweise in Handeln umsetzen
Das Lesen und Wissen dieser Hinweise reicht nicht aus, um diese in Ihrem Denken, Fühlen und Handeln umzusetzen. Dafür bedarf es einer hohen Selbstmotivation und Selbstdisziplin, die Kenntnis geeigneter Methoden und häufiger Wiederholung und Übung. Wenn Sie eine geeignete Person (Partner, Freund, etc.) haben, die Sie darin fördert, ist dies sehr hilfreich. Zur Lösung einer psychologischen Fragestellung und zur Unterstützung bei Verhaltensänderungen kann auch eine individuelle Beratung sinnvoll sein.